Auf der Suche nach „meiner Oyster“ oder alles auf Eis gelegt?
Ich bin noch Teil 2 der Suche nach meinem „Traumschiff“ schuldig.
Einsam und verlassen sitze ich mal wieder auf Kreta. Es ist Mitte April, alles ist grün und die Flora und Fauna genossen während der letzten Monate den vielen Regen und das ungewöhnlich unbeständige Wetter der letzten Monate. Das Business läuft und die Verpflichtungen zwingen mich, nicht nur in der Sonne zu sitzen, dem Meeresrauschen während der Strandspaziergänge zu lauschen, alle fünf gerade sein zu lassen, sondern auch remote zu arbeiten. Na ja, mit fast 65 Jahren ist das alles altersgerecht. No Stress“

Bei 20 bis 25 Grad und blauen Himmel, schon wieder leicht gebräunt, fällt es mir ein. Hatte es bereits sehr lange im Gedächtnis. Stand auf meiner to do Liste. Zu Weinachten wollte ich hinsichtlich der Mallorca-Reise schreiben. Wie es manchmal so ist. Prioritätensetzung ist alles. Auf geschoben ist nicht aufgehoben.
Mit meiner lieben Nicole ging es Ende November mit dem Flieger sehr kurzfristig nach Mallorca. Zur unchristlichsten Zeit. 3.00 Uhr wecken, 3.30 kommt das Taxi, um 5.00 Uhr morgens möchte der Tui-Flieger zu den Balearen abheben. Oyster-Besichtigungen! Wenn da nicht das Wörtchen „wenn“ wäre. Saukalt ist es, gefrierende Regen und wir im Flugzeug wartend auf die Enteisungsfahrzeuge am Flughafen Hannover-Langenhagen.
Nach 20 Jahren wieder mal ein Flug nach „Malle“. War seinerzeit nicht meine Insel, ist es heute nach den allgemeinen Eindrücken nach der Ankunft auch nicht. Irgendwie passt das alles nicht. Das ist kein gutes Omen.
Fünf Tage haben wir uns Zeit gegeben, uns nicht nur Schiffe anzuschauen, sondern auch ganz entspannt kreuz und quer über die Insel zu fahren.

OK, einige schöne Plätze gibt es schon. Ein Stadtbummel durch Palma, Port d´Andratx, Felanitx, Alcudia et cetera lassen sich schon ansehen. Die Saison war vorbei und entsprechend fehlte eventuell ein wenig die Stimmung. Trotzdem, es wird nicht meine Insel. Und das ist auch gut so!
Ich mache es kurz:
Eine Oyster 45 und eine Oyster 49 haben wir besichtigt. Die eine in einem absolut desolaten Zustand. Der Marker war marketingtechnisch äußerst kreativ. Ich habe ihm meinen Unmut zu verstehen gegeben. Obwohl wir im Vorfeld einige Male korrespondiert hatten und er mir glaubhaft versicherte, dass sich eine Besichtigung lohnt. Abhaken!
Auf ein Neues bei der Berthon Werft in Palma. Eine Oyster 49 steht zum Verkauf. Jetzt wird es gefährlich!
Das ist mein Schiff! Nicole ist auch begeistert und spürt, dass ich unruhig werde. Endlich mal eine Segelyacht in einem perfekten Zustand.
Meint es Mallorca doch gut mit uns?
An dieser Stelle höre ich auf mit den Tasten meines Laptops zu klimpern. Von November 2025 bis heute ist viel passiert. Das hebe ich mir für die folgenden Beiträge auf. Das erhöht die Neugier.
Somit frühlingshafte Grüße aus Kamilari/Südkreta
HJR